Vita

 

Karin_Vickermann_2016

Kurzbiographie:

1946
geboren in Berlin

1991
2. Preis im Plakatwettbewerb, Kunstamt Berlin-Steglitz

1992
Förderung durch den Senat für Frauen und Kultur, Berlin

1996-99
Studium der Hochschule der Künste Berlin (UdK)

seit 2007
Dozentin an der Volkshochschule Northeim (Hannover)

Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Berlin
lebt und arbeitet in Berlin und Niedersachsen
Ausstellungen und Aktivitäten

1991
„Experiment Kunst“ Kommunale Galerie Berlin-Steglitz (Einzel)

1999
„Talking Bodies“, Performance, Hochschule der Künste Berlin

2002
„Zwischen 2 Orten“, Kunstamt Berlin Steglitz/Zehlendorf (E)

2006
„Der Ball ist rund“ Olympiastadion Berlin, bei Hertha BSC (G)

2008
„Wasser“Volkshochschule Seddin bei Berlin (Gruppe)

2010
„Recht und Gesetz“, Rathausgalerie Fürstenwalde, Ausschrbg.

2010
„Natur – Mensch, St. Andreasberg, Ausschrbg.

2011
„Die ewige Frau der ewige Mann“ Ratswaage, Kulturamt Steglitz Zehlendorf (E)

2012
„Unterwegs“, Kunstinitiative Fredelsloh (Gruppe, ‚Art Uslar‘)

2013
„Phantasie“, Kunstinitiative Fredelsloh

 

„Der Zufall ist klüger als man selbst“:

Diesen von mir geäußerten Satz griff der Kunsthistoriker Martin Schönfeld anlässlich meiner Ausstellungseröffnung im Kulturamt Steglitz/Zehlendorf, 2002 auf …“ das meint Spontaneität, ein kompromissloses Sich-Einlassen auf den kreativen Arbeitsprozess, die sich plötzlich findende bildnerische Idee, das Unkalkulierbare…mit einbeziehen, sich dem Unbewussten anvertrauen.“
Ja, ich verstehe meine Malerei als einen Aufbruch mit unbekanntem Ziel, als ein Abenteuer. Jedem Bild liegen langwierige Such- und Findungsprozesse zugrunde. Demzufolge ist das Endprodukt solcher Arbeitsvorgänge häufig ein Bild über dem Bild, bei dem die Spuren der einzelnen Stationen noch erkennbar sind, als versunkene Schichten, ähnlich archäologischer Ausgrabungen. Mit Hilfe natürlicher Materialien wie Sand und Rost soll ein Gefühl von Erdverbundenheit vermittelt werden. Andere Arbeiten zeigen dagegen eine Hinwendung zum ‚luftigen‘ Element, Mauern, die alle Schwere abgeworfen haben – Das Sich-Einlassen, frei sein für Intuitionen und Zufälle bringt es mit sich, dass sehr konträre Themen, Stile bei mir nebeneinander stehen – Eine Bildidee entwickelt sich aus dem, was mich im Augenblick so sehr fesselt, dass es mich nicht loslässt. Das können Stimmungen, Farben, Töne, Formen, aber auch zeitbezogene Themen oder literarische Texte sein. Die Verwendung von Schrift/Sprache hat für mich große Bedeutung. Ich verstehe sie als zusätzliches künstlerisches Ausdrucksmittel in meiner Arbeit.

Karin Vickermann